Handlungsempfehlungen zum Umgang mit generativer KI in der Pflegeberatung
Die Einsatzmöglichkeiten von generativer KI in der Pflegeberatung sind vielfältig. Sie kann eine professionelle Beratung in dem Feld zwar nicht ersetzen, kann aber einen ersten Überblick verschaffen oder beim Schriftverkehr unterstützen. Um einen bestmöglichen Nutzen aus Anwendungen mit generativer KI ziehen zu können, sollten Beratende und Ratsuchende gewisse Regeln und Arbeitsschritte beachten. Diese haben wir ausgehend von unseren Projektergebnissen in den folgenden Unterpunkten zusammengefasst.
Für beide Anwendungsgruppen gilt, dass die Ergebnisse von generativer KI immer auf Basis von Wahrscheinlichkeiten generiert werden und nicht mit Fakten abgeglichen werden. Dementsprechend kann es bei den Ergebnissen zu Fehlern kommen. Außerdem sind die Trainingsdaten, auf die generative KI sich in ihren Ergebnissen bezieht, nicht tagesaktuell. Dementsprechend sollten insbesondere Gesetzestexte, finanzielle Auskünfte zu Leistungssätzen und ähnliche Ergebnisse mit Originalquellen abgeglichen werden.
Mit dem Thema Datenschutz sollte im Zusammenhang mit generativer KI sensibel umgegangen werden, da Eingaben zum Training der KI-Modelle weiterverarbeitet werden können. Aus diesem Grund sollten keine eigenen persönlichen Daten und keine persönlichen Daten Dritter eingegeben werden.
Generative KI benötigt viel mehr Ressourcen (Strom für große Rechenzentren) als Suchmaschinen. Um Ressourcen zu schonen, sollten für einfache Informationssuchen (z.B. Adressen von Praxen oder Pflegediensten) weiterhin Suchmaschinen verwendet werden.