RV >to voice< Vortrag 30.04.: Dr. Fatma Kargin-Zahn - »Aufführung des Selbst: sprechend, schreibend«
30. April 2026

Foto: Imke Eppelmann
Am 30.04.2026 freuen wir uns Fatma Kargin-Zahn im Rahmen unserer Ringvorlesung begrüßen zu dürfen.
Das Konzept der „Aufführung des Selbst“ beschreibt responsiv-performative Handlungsvollzüge, die Subjekte bzw. Subjektformen (wie Forschende, Museumsbesucher:in, Lernende, u.a.m.) situativ und ordnungskontingent hervorbringen. Die Ordnungskontingenz, also die Situiertheit und Verstrickung von Menschen in Situationen und Konstellationen, bringt jedoch nicht nur die jeweiligen Subjekte hervor, sie ermöglicht zudem einen differenzierten, subjektivierungstheoretischen Blick, mit dem die Modalitäten einer solchen Hervorbringung thematisiert werden können.
Der Beitrag nimmt vor diesem Hintergrund eine Doppelperspektive ein und zeigt ausgehend von einem empirischen Forschungssetting zunächst, wie eine spezifische Subjektform (der Museumsbesucher) im Sprechen bzw. im sprachlichen Zeigen ordnungskontingent aufgeführt wird. In einer reflexiven Geste diskutiert der Beitrag andererseits die Ordnungskontingenz des Schreibens als forschende Praxis, die nicht nur die theoretische Perspektivierung von (empirischen) Material mitbestimmt, sondern auch uns als Forschende subjektiviert.
Dr. Fatma Kargin-Zahn verwaltet seit Oktober 2025 die Professur Kunst und ihre Didaktik an der Leuphana Universität, wo sie zuvor als Dozentin und Fachkoordinatorin tätig war. Von 2020 bis 2024 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW tätig und hatte diverse Lehraufträge in Deutschland und in der Schweiz. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel »Rollenbildung. Zu responsiv-performativen Dimensionen der Erfahrung künstlerischer Installationen« ist im Februar 2026 im transcript Verlag erschienen.
Ort: Von-Melle-Park 8, Raum 404
Zeit: Donnerstag, 30.04.2026, 16:15-17:45
