Lernprozess
Die Nutzung generativer KI ist immer auch Teil des eigenen Lernprozesses. Sie kann Denk- und Schreibprozesse erleichtern, neue Perspektiven eröffnen und helfen, wissenschaftliche Aufgaben besser zu bewältigen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, zentrale Fähigkeiten weniger zu üben oder nicht aufzubauen, wenn KI zu viele Schritte übernimmt.
Ein verantwortungsvoller Umgang bedeutet daher, bewusst zu reflektieren, welche Rolle KI im eigenen Lernen spielt: Unterstützt sie Verständnis, Analyse und Problemlösen – oder ersetzt sie wichtige Denkprozesse, die für wissenschaftliches Arbeiten zentral sind?
Lesetipp:
Gabi Reinmann betrachtet in ihrem Diskussionspapier "Deskilling durch künstliche Intelligenz?" die Frage möglicher Kompetenzgewinne und -verluste durch KI. Hintergrund ihrer Überlegungen ist nicht zuletzt der Umstand, dass Diskussionen rund um KI vielfach die Entlastung durch KI-Tools und damit das Freiwerden von Kapazitäten für qualifiziertere Tätigkeiten in den Fokus zu rücken scheinen. Doch könnte der umfassende Einsatz von KI auch zu einem Kompetenzverlust führen? Gabi Reinmann beschreibt das Phänomen „Deskilling“, stellt sprachliche Mittel für die Diskussion über Mensch-Maschine-Interaktionen vor und prüft, inwieweit Gegenmaßnahmen zum Deskilling Anwendung in der Hochschullehre finden könnten.
Reflexionshilfe für Studierende
Um Studierende dabei zu unterstützen, reflektiert entscheiden zu können, ob der Einsatz von KI den Lernprozess eher fördert oder eher behindert, kann der KI-Guide "Study smart – with AI" der UHH hilfreich sein.