Wir wollen’s wissen 2026: Noch wenige Termine freiWissenschaftler:innen tauschen Hörsäle gegen Klassenzimmer und präsentieren Hamburger Schüler:innen ihre Forschung direkt in der Schule.
8. Januar 2026

Foto: UHH/Vogiatzis
Vom 19. bis 23. Januar sowie vom 2. bis 6. Februar geben Wissenschaftler:innen der Universität Hamburg, des Deutschen Elektronen-Synchrotons DESY, des Leibniz-Instituts für Virologie, des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf Hamburger Schüler:innen Einblicke in ihre Forschung. Von den Naturwissenschaften, Geschichte, Geowissenschaften, Religion über Philosophie bis hin zu Sprachen sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind viele Fächer vertreten – auch Forschende der Erziehungswissenschaft sind dabei.
Viele Kurse sind bereits ausgebucht. Aus der Erziehungswissenschaft sind noch wenige Termine zu folgenden Themen frei. Schnell sein lohnt sich!
Hass im Internet – Digitale Gewalt und ihre psychologischen Folgen
Vortragende: Julia Levin, Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Fachbereich Pädagogische Psychologie
Digitale Räume bieten viele Chancen, um sich auszutauschen, mit anderen zu kommunizieren und gesellschaftlich aktiv zu sein. Aber sie sind auch Orte, an denen Hass, Cybermobbing und Diskriminierung vorkommen können. Besonders Jugendliche sind davon betroffen. Im Vortrag werden die aktuellsten Forschungsergebnisse zu Cyberhate sowie länderspezifische Daten vorgestellt. Zudem erhalten die Schüler:innen praktische Tipps für den Schutz im Internet und für die Entwicklung einer starken, resilienten Haltung.
Lernen mit Gebärdensprache
Vortragende: Prof. Dr. Barbara Hänel-Faulhaber, Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Schul- und Grundschulpädagogik, Sozialpädagogik sowie Pädagogik bei Behinderung und Benachteiligung (EW 2) und Pamela Sundhausen, Institut für Deutsche Gebärdensprache
Wie lernen eigentlich taube und hörbehinderte Schüler:innen, wenn sie in Gebärdensprache kommunizieren? Sind sie mehrsprachig in Deutsch und Deutscher Gebärdensprache? Haben sie andere Lernstrategien? Und wie sieht der Unterricht aus?
Weitere, bereits ausgebuchte, Kurse von Forschenden der Fakultät für Erziehungswissenschaft sind:
- Mehrsprachigkeit, mit Prof. Dr. Ingrid Piller: Wieso gibt es so viele Sprachen auf der Welt? Was geht im Gehirn von mehrsprachigen Menschen ab? Wie kann man das Zusammenleben in mehrsprachigen Gesellschaften verbessern?
- Deutsch, Mehrsprachigkeit und Lernen mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ingrid Gogolin und Dr. Irina Usanova: Hamburg ist eine vielsprachige Stadt. Neben Deutsch werden weit mehr als 100 verschiedene Sprachen alltäglich benutzt. Etwa die Hälfte der Schüler:innen kommt aus Familien, in denen nicht nur Deutsch gesprochen wird, sondern auch eine oder mehrere andere Sprachen. Was versteht man eigentlich unter Mehrsprachigkeit, und was bedeutet es für das Lernen (nicht nur der deutschen Sprache), wenn man mehrsprachig lebt?
- Das ist ungerecht! Wie gut sind Urteile von Lehrkräften und welche Fehler können dabei passieren? mit Prof. Dr. Jan Retelsdorf: Die Beurteilung von Schüler:innen ist eine zentrale Aufgabe im Alltag von Lehrkräften. Im Durchschnitt gelingt dies den Lehrkräften gut, aber Schüler:innen können auch falsch beurteilt werden. Welche Arten von Fehlern können dabei passieren? Wie kommen solche Fehler zustande? Welche allgemeinen Prozesse liegen dabei zugrunde? Kann man dagegen etwas tun und wenn ja, was?
Das Angebot richtet sich an Schulklassen der Jahrgangsstufen 9 und höher. Einzelne Vorträge sind auch für die Klassenstufen 7 und 8 geeignet. Interessierte Lehrkräfte finden alle Infos zur Anmeldung auf der Projektseite.

