Abschlussbericht Lernreise 2025/26
19. Mai 2026

Foto: UHH/privat
Gemeinsam innovative Schule entdecken. Unter diesem Motto haben sich dieses Jahr zum dritten Mal Lehramtsstudierende auf Lernreise begeben. Am 16. April haben die Teilnehmenden ihre Eindrücke im Rahmen des Abschlussevents „Sum' it Up – Auf den Spuren unserer LernreiseN“ präsentiert. Im Abschlussbericht teilen die Studierenden ihre Eindrücke von der Lernreise und der Abschlussveranstaltung.
Am Donnerstag, den 16. April 2026, um 15.00 Uhr fand an der Universität Hamburg das Abschlussevent des Projektseminars Lernreise statt. Im Wintersemester 25/26 nahmen 34 Bachelor- und Masterstudent:innen aus unterschiedlichen Lehramtsstudiengängen an dem Projektseminar teil. In zwei Gruppen besuchten sie auf der 10-tägigen Reise vier bis fünf Schulen. Die Lernreise ist ein selbstorganisiertes Projektseminar aus dem Arbeitsbereich Schulpädagogik und Schulforschung der Fakultät für Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Verein Kreidestaub e.V.. Das Projektseminar richtet sich an alle Lehramtsstudierende. Im Rahmen einer mehrtägigen Exkursion hospitieren diese in innovativen Schulen in ganz Deutschland. Dabei gehen sie der Frage nach, wie „gute Schule“ zukünftig aussehen kann. Beim Abschlussevent stellen die Studierenden ihre Projektarbeiten und Ergebnisse vor. In diesem Jahr waren etwa fünfzig interessierte Personen aus Studium und Lehre, aus Forschung sowie aus anderen Bereichen rund um das Thema Bildung anwesend.
Die Studierenden moderierten das Abschlussevent. Prof. Dr. Nils Buchholtz, Prodekan für Studium, Lehre und Prüfungswesen der Fakultät für Erziehungswissenschaften, hielt ein kurzes Grußwort zur Lernreise und Dr. Maren Plaum trug einen kurzen Poetryslam zur Lernreise vor, bevor die Studierenden die Ergebnisse ihrer Reise präsentierten.
Die diesjährigen Reisen der zwei Gruppen gingen wieder einmal quer durch die Bundesrepublik. Für die eine Gruppe startete die Reise im südlichen Heidelberg, wo die Elisabeth-von-Thadden-Schule besucht wurde. Anschließend ging es weiter an die Primusschule Schalksmühle, nach Bielefeld an die Laborschule bis nach Waren an die Mecklenburgische Seenplatte, wo sie das Berufskolleg RBB Müritz besuchten. Die andere Hälfte startete mit der Jenaplanschule in Weimar, weiter ging es nach Köln zur Heliosschule bis zur Gesamtschule Bremen Mitte. Auch in Hamburger Schulen wie der Max-Brauer-Schule in Altona oder der Erich-Kästner-Schule in Farmsen-Berne hospitierten die Studierenden. Finanziell gefördert wurde das Seminar, wie schon in den Vorjahren, von der ZEIT Stiftung Bucerius.
Beim Abschlussevent wurden die Ergebnisse der Hospitationsbesuche in Form von interaktiven Plakaten und Podcasts, Lernjournalen oder kreativen Ausarbeitungen präsentiert. So zeigte ein gedeckter Tisch mit Menüplan etwa, dass gute Schule kein bestimmtes Gericht, sondern vielmehr ein Menü ist (und natürlich auch, wie wichtig gutes Schulessen ist). Ein Pappkarton wurde zu einem Schulraum umgestaltet, der verschiedene Raumkonzepte zeigte. Auch ein Lernreisejournal, eine kleine gefaltete Zeitung, wurde von Studierenden konzipiert, das sich dem Thema Schulentwicklung widmete und von den Studierenden am Event selbst verteilt wurde.
Sollten Schüler:innen ihre Lehrkräfte siezen? Braucht es Noten? Diese Fragen wurden, wie auch schon auf der Reise, gemeinsam am Abschlussevent intensiv diskutiert. „Ich fand es superspannend zu sehen, wie sich Kommiliton:innen mit den verschiedenen Themen auseinandergesetzt haben“, sagt eine Lehramtsstudentin beim Event. Und: „Im Nachhinein hätte ich vielleicht auch lieber die Lernreise gewählt.“




