Abgeschlossene Forschungsprojekte
Hier finden Sie einen Überblick über abgeschlossene Forschungsprojekte des AB Sozialpädagogik.
2024-2026 Netzwerkräume kultureller Bildung (NETKUBI)
Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Frage, wie Jugendliche durch ihre miteinander verbundenen digitalen und ortsgebundenen kulturellen Praktiken, Ausdrucksformen und Aneignungsweisen Räume und Arrangements kultureller Bildung herstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei räumliche, informell organisierte Konstitutionsprozesse kultureller Bildung im Jugendalter und Formen kultureller Aneignungspraktiken, in denen lokal-räumliche und digitale Praktiken immer auch miteinander verschmelzen.
Das Verbundprojekt wird ungleichheitstheoretisch sensibilisiert in drei, über unterschiedliche Sozialstrukturen kontrastierende Großstädte (Dortmund, Halle, Hamburg) realisiert, wobei das Teilprojekt Hamburg die Untersuchung in Hamburg durchführt. In den Städten des Verbundvorhabens werden ausgehend von je zwei nach sozialen Lagen und kulturellen Möglichkeitsräumen differierenden Stadtteilen die Praktiken der Herstellung kultureller Bildungsräume als Netzwerkräume Jugendlicher empirisch in den Blick genommen, um darüber auch Mechanismen sozialer Ungleichheit fokussieren zu können. Operationalisiert wird ein multiperspektivischer Forschungszugang. Ausgehend von den Stadtteilen werden die Angebote non-formaler Bildungsinstitutionen an drei Orten zunächst konkreter erfasst, um sie als Möglichkeitsräume und Zugänge zum Feld auszuloten. Im Zentrum des Projekts stehen jedoch die kulturellen Praktiken, Aneignungs- und Ausdrucksformen der Jugendlichen selbst sowie ihre kollektiven Thematisierungen und Orientierungen auf Kultur und kulturelle Bildung. Diese werden in lokalen und digitalen Räumen erhoben und analysiert.
Das Projekt verfolgt einen ethnographischen Zugang. Teilnehmende Beobachtungen in den lokalen Räumen, Gruppendiskussionen mit Jugendgruppen sowie eine Online-Ethnographie der digitalen Praktiken und Ausdrucksformen kommen zum Einsatz. Ergänzt und gerahmt werden die empirischen Zugänge durch dialogische Transfer- und Disseminationsformate.
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Mitarbeit
Projektleitung
Prof. Dr. Holger Schoneville (Universität Hamburg)
Projektleitungen der Verbundbeteiligten
Prof. Dr. Cathleen Grunert, Dr. Katja Ludwig und Dr. Janine Stoeck (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Prof. Dr. Werner Thole (Technische Universität Dortmund)
Mitarbeiter*nnen im Projekt:
Clara Will (Univeristät Hamburg)
Ninja Bandow (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Anne Pesch (Technische Universität Dortmund)
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Projektdauer und Projektförderung
Projektlaufzeit: 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026
Auftraggeber des Projektes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
2022-2023 Ichbinarmutsbetroffen
#IchBinArmutsbetroffen
Prekäres politisches Sprechen
Zur (Un-)Möglichkeit der politischen Teilhabe von Armutsbetroffenen
„Ich bin Armutsbetroffen“. So formulierten es seit Mitte Mai 2022 viele Nutzer*innen in den sozialen Medien, insbesondere bei Twitter. Sie beschreiben unter diesem Titel ihre eigene Armutsbetroffenheit, ihre Erfahrungen und welche Bedeutungen diese für sie haben. Während Armut ansonsten häufig wenig sichtbar für die Öffentlichkeit ist und von den Betroffenen nicht selten auch versteckt wird, treten hier Menschen in die Öffentlichkeit und beschreiben ihre Armutsbetroffenheit.
Aus der Perspektive sozialpädagogischer Forschung erscheinen diese öffentlichen Stellungnahmen aus gleich mehreren Perspektiven interessant: Die Schreibenden schildern in ihren Tweets ihre eigene Armutsbetroffenheit und welche Bedeutung diese für sie subjektiv hat. Aus einer subjekttheoretischen Perspektive gesprochen lässt sich formulieren, dass sie in den kurzen Beiträgen eine beschreibende Relationierung zu den gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen sie leben, sowie zu sich selbst und zu anderen vornehmen. Die Veröffentlichungen können als Formen der Teilhabe an einer öffentlichen Debatte und damit im Kontext politischer Teilhabe interpretiert werden.
Wir untersuchen die Debatte in Bezug auf die Frage, wie politisches Sprechen unter prekären Bedingungen unter dem #IchBinArmutsbetroffen möglich wird.
Mitarbeit
Prof. Dr. Holger Schoneville (Projektleitung)
Helen Dambach
Projektdauer und Projektförderung
Projektlaufzeit: 01.05.2022 – laufend
vom 01.08.2022 – 31.07.2023 zusätzlich als studentische Forschungsgruppe gefördert durch die Exzellenz-Initiative der Universität Hamburg
Vorträge
Dambach, Helen & Schoneville, Holger (2024)
Prekäres politisches Sprechen. Zur (Un-)Möglichkeit der politischen Partizipation von Armutsbetroffenen
Posterpräsentation auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft: Krisen und Transformationen. Halle (Saale). 12.03.2024 (geplant)
Dambach, Helen & Schoneville, Holger (2024)
#IchBinArmutsbetroffen. Öffentliche Thematisierungen eigener Armutsbetroffenheit
Vortrag auf der Tagung: Armutsforschung in der Sozialen Arbeit. Hamburg, 10.02.2024 (geplant)
Dambach, Helen & Schoneville, Holger (2023)
#IchBinArmutsbetroffen. Werkstattbericht aus der Forschung zur Thematisierung von Armut durch Armutsbetroffene auf Twitter
Vortrag im Kolloquium des Arbeitsbereichs Sozialpädagogik der Universität Hamburg. Hamburg, 05.07.2023
Dambach, Helen & Schoneville, Holger (2023)
#IchBinArmutsbetroffen. Öffentliche Thematisierungen eigener Armutsbsetroffenheit
Vortrag auf der Tagung: Kommission Sozialpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft: Empirie-AG. Oerlinghausen, 10.06.2023
2020-2021 Neustart der OKJ in NRW während der Corona-Krise
Neustart der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW während der Corona-Krise
Professor Dr. Ulrich Deinet (Hochschule Düsseldorf, FSPE) und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Fakultät für Erziehungswissenschaft) führen im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen seit Juni 2020 ein Forschungsprojekt durch, mit dem die Antworten der Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Nordrhein-Westfalen auf die Corona-Zeit untersucht werden. Der erste qualitative Forschungsteil wurde im Januar 2021 beendet und nun liegt zu den Ergebnissen ein Zwischenbericht vor. In diesem Teil der Untersuchung wurden Fachkräfte von 14 Einrichtungen der OKJA mit insgesamt 40 Interviews zwischen Juni 2020 und November 2020 befragt. Der Zwischenbericht verdeutlicht, wie die Einrichtungen trotz Lockdowns und Sicherheitsvorschriften den Auftrag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weiter umzusetzen suchten. In einer zweiten Forschungsphase ab Frühjahr 2021 werden alle ca. 2400 Einrichtungen der OKJA in NRW mit einer Fragebogenstudie zum Thema untersucht.
Prof. Dr. Ulrich Deinet, Hochschule Düsseldorf, FSPE;
Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker, Universität Hamburg
Laufzeit: Juni 2020 – Dezember 2021
Kooperationspartner und Förderer:
Jugendministerium NRW (Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration), Landschaftsverband Rheinland, Landesjugendamt Westfalen-Lippe
Erster Zwischenbericht des Forschungsprojekts " Neustart der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW in der Corona-Zeit" erschienen.
1. Erster Zwischenbericht zum Forschungsprojekt:Neustart der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW in der Corona-Zeit (Februar 2021): Teil 1: Zusammenfassung der Ergebnisse, Bewertung und Empfehlungen Link 1
2. Ulrich Deinet, Benedikt Sturzenhecker (Hrsg.): Erster Zwischenbericht zum Forschungsprojekt: Neustart der Offenen Kinder- und Jugendarbeitin NRW in der Corona-Zeit (Februar 2021): Teil 2 Ergebnisse der qualitativen Interviews (Langfassung; Autorin: Sarah Büchter) Link 2
3. Maria Icking: Datenband zur Online Befragung im Rahmen der Studie Neustart der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW in der Corona-Zeit (Oktober 2021) Link 3
Offene Kinder- und Jugendarbeit während der Corona-Krise
Jugend und Jugendarbeit in der Corona-Krise
Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) waren durch das abrupte Schließen Mitte März ebenfalls stark betroffen. Dennoch waren auch in der Schließung Aktivitäten zu erkennen vor allem über soziale Netzwerke und digitale Kommunikationsplattformen. Dabei stand im Mittelpunkt, die Beziehungen zu den Stammbesucher*innen aufrecht zu erhalten. Es entwickelten sich interessante Aktivitäten der OKJA in virtuellen Räumen, in sozialen und in allen möglichen digitalen Medien mit dem Versuch, Kontakt zu Jugendlichen herzustellen und digitale Begegnungen auch zwischen den Jugendlichen zu ermöglichen. Fachkräfte der OKJA wurden aber auch in andere Bereiche von Stadtverwaltungen abgeordnet, um z.B. die Gesundheitsämter oder Kitas zu unterstützen. Fachkräfte waren zudem in ihren Stadtteilen unterwegs, um Jugendliche zu treffen und sie zu unterstützen, z.B. bei der Bearbeitung schulischer Ansprüche.
Die Situation nach dem ‚Shutdown‘ ist für die Einrichtungen völlig neu und wird auch neue pädagogische Handlungsstrategien mit sich bringen: Wie kann es gelingen, Angebote der OKJA unter den Bedingungen des Gesundheitsschutzes zu realisieren, wie steht es um Niedrigschwelligkeit, Freiwilligkeit und die Beteiligung der Jugendlichen? Es stellt sich auch die Frage, wie Fachkräfte diese Anforderungen professionell bewältigen. Der offene Bereich ist im Moment nicht ohne größere Einschränkungen durchführbar. Die Anforderung, Kontakte zu den Jugendlichen über digitale Medien zu halten, ist dagegen gestiegen. Die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen ist außerordentlich problematisch, die für die Sozialisation zentralen Kontakte zu Gleichaltrigen sind eingeschränkt und pädagogische Bildungssettings jenseits von Schule sind nicht mehr in der Breite nutzbar.
Die vom 15. Kinder und Jugendbericht der Bundesregierung geforderten Freiräume für Jugendliche sind stark beschränkt. Gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche wieder als Gefährder*innen und Regelbecher*innen von den Medien konstruiert. Ihre Stimme ist jedoch in der demokratischen Öffentlichkeit so gut wie nicht vernehmbar. Die Partizipationsrechte des SGB VIII, etwa im § 8, der die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen "an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe" verlangt, sind stark beschnitten. Andererseits werden viele Probleme des Aufwachsens durch die Corona- Krise wie in einem Brennglas vergrößert, das trifft nicht nur die mangelnde Umsetzung von Partizipationsrechten, sondern auch die Lebenslagen und Bildungschancen zum Beispiel von benachteiligten Kindern und Jugendlichen.
Die gerade publizierte Studie von Andresen et al. (Mai 2020) mit dem Titel: "Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während Corona-Maßnahmen" zeigt deutlich: Kinder und Jugendliche wollen nicht auf ihre Rolle als Schüler*innen reduziert werden, sie suchen auch weiterhin Freiräume und Chancen der Selbstbildung in anderen Settings (wie zum Beispiel der OKJA); sie wollen öffentlich gehört werden, gerade in Berücksichtigung der Unterschiede ihrer Lebensverhältnisse; Einsamkeit, Sorgen und Verunsicherung drängen nach pädagogischer Unterstützung.
Das sind nur ein paar Hinweise auf die veränderte Gesamtlage von Kindern und Jugendlichen, auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit nun den spezifisch beschränkenden Bedingungen der Krise antworten muss. Auch in Hinblick auf zu erwartende (Spar-) Debatten über die Bedeutung und die Notwendigkeit Offener Kinder- und Jugendarbeit ist eine Studie, die die Bedeutung der OKJA für Kinder und Jugendliche gerade in dieser Krisenzeit analysieren und belegen kann, von großer Wichtigkeit.
Projektdesign und Schritte
Gefördert vom Jugendministerium und in Kooperation der beiden Landesjugendämter in Nordrhein-Westfalen führt das LVR Landesjugendamt Rheinland mit Prof. Dr. Ulrich Deinet und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker eine Studie zum Neustart der OKJA nach dem Corona-Shutdown durch.
Das Forschungsteam leitet aus den skizzierten Entwicklungen den wissenschaftlichen Untersuchungsbedarf ab, nicht nur die Veränderungen und neuen konzeptionellen Antworten der OKJA zu dokumentieren und zu reflektieren, sondern darin auch die Professionalität der Fachkräfte zu belegen. Es ist zu untersuchen, wie die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zusammen mit diesen geklärt werden und wie Offene Kinder- und Jugendarbeit auf die Krisensituation bei ihren Zielgruppen reagieren kann.
Fragestellungen sind u.a.:
Wie verändern sich Formate, Inhalte, Konzepte und Methoden in den zentralen Bereichen der OKJA: offener Bereich, Projekte, Gruppen, Kurse, Beratung?
Hat die Corona-Krise dazu geführt, dass die Frage des Bedarfs von Jugendlichen nun anders diskutiert wird?
Welche digitalen Medien und Kommunikationsformen haben sich wie entwickelt, werden weiter genutzt oder wieder eingestellt?
Kommt es zu einer Wiederaneignung des öffentlichen Raums mit den Jugendlichen, führen die Einrichtungen vermehrt mobile, aufsuchende Arbeitsformen durch?
Wie haben sich einzelne konzeptionelle Ansätze, wie z. B. die Beratung, Mädchenarbeit, Jungenarbeit tatsächlich verändert?
Wie haben sich Strukturmerkmale der OKJA verändert (Offenheit etc.)?
Übernimmt die OKJA wieder stärker sozial-integrative oder (gesundheits)erzieherische Funktionen?
Kommt es zu einer sozialpolitischen Inpflichtnahme der Einrichtungen, zu einer Übernahme von anderen Funktionen?
Welche Rolle spielt der Kinderschutz?
Forschungsplan
Erste Phase (qualitativ): 14 Einrichtungen aus NRW werden ab 1.6.2020 mit regelmäßigen Interviews und Videokonferenzen in der Zeit der Wiedereröffnung prozessorientiert über drei Monate begleitet. Die Auswertung führt auch zu einem Leitfaden für die nächste Phase.
Zweite Phase: Leitfaden-Interviews mit ca. dreißig Einrichtungen aus NRW (qualitativ) in der Zeit von August-September/Oktober, die Auswertung führt auch zu einem Online-Fragebogen.
Landesweite Online Befragung von Einrichtungen (quantitativ). Über die Landesjugendämter und die Fachverbände wird ein Link zur Befragung an die Einrichtungen verschickt.
Gruppendiskussionen (qualitativ) auf der Basis der Ergebnisse der Interviews und der quantitativen Untersuchung; Ergebnishypothesen werden erarbeitet, die das Forschungsteam dann noch einmal in Gruppendiskussionen mit Fachkräften diskutiert. Kommunikative Validierung und Einbeziehung der Träger, Fachberatungen Landesjugendämter, Fachverbände und der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen (AGOT).
Start des Projekts am 1.6. mit der ersten Phase
Am 1.6. begann mit dem ersten Interview einer Fachkraft aus insgesamt 14 Einrichtungen in NRW die erste Phase des Projekts Neustart der OKJA in NRW. Das Forschungsteam begleitet die Öffnung durch regelmäßige Interviews, bei denen die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen wie Gruppen, Projekten, offener Bereich etc. usw. abgefragt werden. Dazu kommen spezielle Fragen z.B. zur Situation von Mädchen, der Beteiligung der Jugendlichen usw. Diese Interviews werden protokolliert und auch den Einrichtungen zur Verfügung gestellt.
Um auch die Kommunikation untereinander zu fördern, werden nach einer Anfangszeit gemeinsame Videokonferenzen durchgeführt und ein digitales Forum angelegt, in dem man sich austauschen kann. Trägervertreter*innen, Berater*innen und Leitungskräfte bei den beteiligten Einrichtungen, Trägern und Kommunen werden über die Entwicklungen des Projekts kontinuierlich informiert und einbezogen.
Ziel ist es, die oben skizzierten Aspekte nun systematisch in der Neustartphase zu untersuchen, also die Veränderungen von Formaten, Inhalten, Methoden auch unter den Aspekten der Wahrung von Gesundheitsregeln, die es sicherlich auch in Zukunft noch geben wird. Die Ergebnisse sind dann Grundlage für eine weitere Befragung von Einrichtungen in der zweiten Jahreshälfte.
Das Forschungsteam:
Prof. Dr. Ulrich Deinet, Dr. Maria Icking, M. A. Sarah Bücher (Hochschule Düsseldorf);
Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker, (Universität Hamburg)
2019-2020 PInK – Partizipation und Inklusion in demokratieorientierten Kitas
PInK
– Partizipation und Inklusion in demokratieorientierten Kitas
Im Zeitraum von Februar 2019 bis Mai 2020 wird unter der Leitung von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg) in Kooperation mit Prof. Dr. Raingard Knauer (Fachhochschule Kiel) das Forschungsprojekt „Partizipation und Inklusion in demokratieorientierten Kitas“ (PInK) durchgeführt.
Grundlagen und Forschungsstand
Die konzeptionelle Grundlage der Forschung bilden die Handlungskonzepte frühkindlicher Demokratiebildung: „Die Kinderstube der Demokratie“ sowie „Mitentscheiden und Mithandeln in der Kita“. Die von Hansen, Knauer und Sturzenhecker (ab 2001) entwickelten Modelle demokratischer Partizipation mit Kindern in Kindertageseinrichtungen werden seit 2003 schätzungsweise in 300 Kitas realisiert und umgesetzt.
Forschungsprojekte belegen die Kompetenz von Kindern, sich aktiv und engagiert an demokratischen Prozessen zu beteiligen (u.a. Richter/Lehmann/Sturzenhecker 2017). Hierbei wurde jedoch ein wichtiges Qualitätsmerkmal von frühkindlicher Bildung, nämlich das der Inklusion in demokratischen Prozessen und Verfahren des Mitentscheidens und Mithandelns in Kitas, bisher zu wenig berücksichtigt.
Zielsetzung und Fragestellung
Hier setzt das PInK- Projekt an und hat zum Ziel, aufzuzeigen, inwieweit demokratieorientierte Kitas unter Bedingungen von Vielfalt und Differenz allen Beteiligten (insb. Kindern) einen differenzgerechten Zugang zu demokratischen Strukturen des Mitentscheidens und Mithandelns ermöglichen. Es wird untersucht, ob und wie welche Kinder in den Alltagssituationen und in den demokratischen Entscheidungsprozessen und Strukturen davon exkludiert werden, bzw. wie Inklusion in die demokratische Partizipation gelingt.
Forschungsmethode
Im Rahmen des 16-monatigen Forschungszeitraumes wird eine Kindertagesstätte untersucht, die mit den genannten Konzepten früher Demokratiebildung arbeitet. Als ethnographische Forschungsmethode werden teilnehmende Bobachtungen von Gremien und Kita-Alltag verwendet, ebenso wie Gruppendiskussionen.
Fachkräfte, Eltern und Kinder wurden partizipatorisch über die Ziele und Arbeitsweisen des Projektes informiert und um ihre Zustimmung und Mitwirkung gebeten. Die Fachkräfte werden durch eine kommunikative Validierung an der Erstellung der Ergebnisse beteiligt, so dass Forschung zu Demokratiebildung selbst demokratische Mitbestimmung der Ergebnisse ermöglicht.
Mitarbeiter*innen
Leitung:
Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Fakultät für Erziehungswissenschaft)
Prof. Dr. Raingard Knauer (Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit, FH Kiel)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Laura-Aliki Vesper M.A.
Wissenschaftliche Praktikantin: Elif Zhour B.A.
Förderung
Das Projekt wird durch die Kurt und Käthe Klinger Stiftung und das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein gefördert.
2016-2017 Entwicklung eines Konzepts zur Förderung demokratisch-gesellschaftlichen Engagements
Laufzeit: 5/2016 – 11/2017
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Förderung: Bertelsmann Stiftung
Vorarbeiten und Fragestellung
In Kooperation zwischen der Bertelsmann Stiftung (Projekt jungbewegt) und dem Arbeitsbereich Sozialpädagogik (Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker und Moritz Schwerthelm M.A.) wurde bis 2015 ein Konzept zur Förderung gesellschaftlichen Engagements von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit entwickelt, praktisch mit Modelleinrichtungen erprobt, evaluiert und in einer Publikation aufgearbeitet:
- Sturzenhecker, Benedikt: Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern – Band 1. Konzeptionelle Grundlagen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Unter Mitarbeit von Moritz Schwerthelm. Gütersloh 2015
-
Sturzenhecker, Benedikt/Schwerthelm, Moritz: Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern – Band 2. Methodische Anregungen und Praxisbeispiele für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Gütersloh 2015
In einem anschließenden Entwicklungsprojekt wurde 2015 und 2016 der große Träger der Kinder- und Jugendhilfe, das Nachbarschaftsheim Schöneberg e. V. in Berlin beraten, auf dieser Basis einen nächsten konzeptionellen Entwicklungsschritt umzusetzen. Der Träger verfügt über Einrichtungen und Dienste von Kitas, Offener Kinder- und Jugendarbeit, Ganztagsbetreuung, Schulsozialarbeit, Stadtteilarbeit, Familienbildung und Jugendkulturarbeit. In dem neuen Konzeptschritt galt es, über die Beschränkung der Engagementförderung auf die einzelnen Einrichtungen hinaus, die Engagementthemen und -formen der Kinder und Jugendlichen in den Stadtteil einzubringen, die „Versäulung“ (die Trennung zwischen den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhifle) zu überwinden und stärkere Kooperation mit anderen pädagogischen Einrichtungen, bürgerschaftlichen Akteuren, Kommunalpolitik und Verwaltung im Stadtteil bzw. der Kommune zu entwickeln.
Die konzeptuelle Weiterentwicklung müsste also darum gehen, wie Kinder und Jugendliche befähigt werden können, ihre Engagementthemen aus der Einrichtung hinaus in den Stadtteil zu bringen und dabei in demokratischen Diskurs und konkrete Aktion mit anderen Betroffenen und Beteiligten zu gehen und wie Fachkräfte und Einrichtungen sie dabei in Kooperation unterstützen können.
Es ist erziehungswissenschaftlich immer wieder argumentiert worden, ein solcher Ansatz müsse a) die Versäulung der Bildungseinrichtungen (hier auch unter Einbezug von Schule) überwinden und diese entlang der Bildungsbiografien in stärkere Kooperation bringen, b) damit von den Bildungsbewegung der Subjekte in ihren Lebenswelten und Biografien ausgehen und d.h. auch c) deren Verankerung in lebensweltlichen Sozialräumen zu berücksichtigen. Zudem gelte es, die Kinder und Jugendlichen als Subjekte und BürgerInnen stärker an der Gestaltung solcher lokaler Kooperationen zu beteiligen. Bei der Projektentwicklung des Nachbarschaftsheims handelt es sich entsprechend um eine ‚demokratische Bildungslandschaft von unten‘: es sind die Bildungsthemen des demokratisch-gesellschaftlichen Engagements der Kinder und Jugendlichen, die den Ausgangspunkt bilden.
Aufgabenstellung
Das aktuelle Forschungsprojekt in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und dem Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. zielt auf die Entwicklung eines verallgemeinerten Konzeptes, dass die spezifischen Erfahrungen des Nachbarschaftsheims für andere Träger abstrahierend aufbereitet und sie so auch für andere institutionelle Rahmenbedingungen nutzbar macht. Es geht darum, den Ansatz für kommunale Träger der Kinder- und Jugendhilfe (aber auch einzelne Einrichtungen mit ihren Fachkräften) zu begründen und methodisches Handwerkszeug, Anregungen und Arbeitshilfen zur Seite zu stellen, um das Konzept unter spezifischen Handlungsbedingungen vor Ort realisieren zu können. Dieses soll in Form einer Publikation geschehen.
Operationalisierung der Aufgabenstellung
Das Forschungsprojekt wird folgende Aspekte bearbeiten:
- Theoretische Klärung der Konzeptionelle Grundannahmen (demokratisch-gesellschaftliches Engagement, Zivilgesellschaft, Demokratiebildung in der Kinder- und Jugendhilfe - KJH - , Subjektorientierung)
- Begründungen vom Konzept aus gedacht: fachliche Argumente für die Förderung demokratisch-gesellschaftlichen Engagements von Kindern und Jugendlichen säulenübergreifend kooperierend in der Kommune (Warum sollte KJH fachlich so arbeiten?)
- Begründungen vom Träger aus gedacht: Bedarfe und Motive von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zu kooperativen Stärkung demokratisch gesellschaftlichen Engagements in der Kommune (Warum/wobei könnte das Konzept Einrichtungen/Trägern der KJH unterstützen/qualifizieren?)
Bestimmung methodischer Essentials bezogen:
- auf Kinder/Jugendliche
- auf Fachkräfte und Einrichtungen (Fortbildungskonzept)
- auf säulenübergreifende Kooperation
- auf Kooperation in der Kommune/im Stadtteil
- auf Einführung des Konzepts in Trägerorganisation insgesamt
Reflexion der Erfahrungen von Projektbeispielen: Arbeitsweisen und -prozesse, Gelingensbedingungen, Probleme als Evaluation von unten: Kids und Fachkräfte
Erhebung und Reflexion der Motive und Erfahrungen des Modelträgers aus Leitungssicht
Erhebung und Reflexion der Perspektiven externen Beteiligter (Paritätischer, Kooperationspartner in Kommune, Kommunalpolitik)
Forschungsmethoden
Theoriearbeit zu den oben genannten Themen
Interviews zur Umsetzung des Projekts im Nachbarschaftsheim mit:
- Geschäftsführung,
- Projektleitung,
- Acht Fachkräften aus beteiligten Einrichtungen (2 X Kita; 2 X Offene Kinder- und Jugendarbeit; 2 X Ganztagsbetreuung; 2 X Familienbildung);
- Kindern und Jugendlichen aus diesen Einrichtungen;
- institutionellen Kooperationspartnern der Projekte im Stadtteil (Schule, Bürgerinitiativen, Kommunalpolitik, Jugendamt: 4 Interviews
Inhaltsanalytische Auswertung der Interviews
Teilnehmende Beobachtung an 3 Praxisaktion mit Kindern und Jugendlichen
Teilnehmende Beobachtung an 3 Teamsitzungen zur Planung von Koope
2015 Demokratiebildung im Sportverein der Großstadt. Forschungsvorhaben zur internen und externen demokratischen Praxis von Sportvereinen
12/2015 Förderung durch die DFG abgelehnt
Antragsteller: Prof. Dr. Helmut Richter, Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker, und Prof. Dr. Stephan Maykus (Hochschule Osnabrück)
Publikationen:
Richter, Helmut; Sturzenhecker, Benedikt; Stephan Maykus (2016): Wo wird Mensch Demokrat? Anfragen zur Demokratiebildung in (Sport-)Vereinen. In: neue praxis 2016 (angenommen).
Richter, Helmut; Sturzenhecker, Benedikt (2011): Demokratiebildung am Ende? Jugendverbände zwischen Familiarisierung und Verbetrieblichung. In: deutsche jugend (2), S. 61–67.
Sturzenhecker, Benedikt; Richter, Elisabeth (2010): Demokratiebildung in der Kinder- und Jugendarbeit – partizipative Potentiale stärker nutzen. In: Gerhard Himmelmann und Dirk Lange: Demokratiedidaktik. Impulse für die Politische Bildung. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 103 -114.
Sturzenhecker, Benedikt (2013): Demokratiebildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet und Benedikt Sturzenhecker (Hrsg.): Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit, 4. völlig überarbeitete und aktualisierte Neuauflage. Wiesbaden: VS-Verlag 2013, S. 325-338.
Sturzenhecker, Benedikt (2014): Anspruch, Potential und Realität von Demokratiebildung in der Jugendverbandsarbeit. In: Melanie Oechler und Holger Schmidt (Hg.): Empirie der Kinder- und Jugendverbandsarbeit. Forschungsergebnisse und ihre Relevanz für die Forschungsergebnisse und ihre Relevanz für die Entwicklung von Theorie, Praxis und Forschungsmethodik. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 225–236.
2013-2016 Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen (DeiKi)

Von Februar 2013 – Februar 2016 wird im Auftrag des Instituts für Partizipation und Bildung Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker das Forschungsprojekt „Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen“ (DeiKi) durchgeführt.
Konzeptioneller Bezugspunkt ist der Handlungsansatz des Instituts für Partizipation und Bildung (Kiel) „Die Kinderstube der Demokratie“, der bereits Kleinkindern durch die Einführung von Kita-Verfassungen, in denen analog einer Satzung Beteiligungsverfahren, -gremien und -rechte kodifiziert sind, Erfahrungen mit demokratischer Partizipation ermöglicht. Er wird seit 2003 bundesweit in mehr als 100 Kindertageseinrichtungen umgesetzt.
Ziel des Projekts ist es zu prüfen, wie auf der Basis des Konzepts „Die Kinderstube der Demokratie“ Demokratiebildung mit Kindern in Kindertageseinrichtungen gelingt, ob und wie also die Ansprüche in der Praxis wirksam werden.
In einem Zeitraum von drei Jahren werden dazu aufeinanderfolgend sechs Kindertageseinrichtungen beforscht, die das Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“ realisieren, d.h. eine Verfassung eingeführt haben, die Gremien, Verfahren und Rechte für die demokratische Praxis festlegt.
Folgende Aspekte stehen bei der Forschung im Fokus:
die Herstellung demokratischer Partizipation durch die Beteiligten in den Einrichtungen, differenziert nach Strukturen, Interaktionsformen und Grenzen der Partizipation;
das praktische demokratische Können der Kinder;
das demokratische Engagement der Kinder und damit ihre Zufriedenheit mit der Demokratiepraxis.
Eine Besonderheit des Projektes betrifft die verwendeten Forschungsmethoden: Im Sinne einer Einheit von Forschungsgegenstand und -methode soll demokratische Partizipation auch in den Phasen der Datenerhebung, -auswertung und -verwendung umgesetzt werden. Dazu orientiert sich das Projekt an der Handlungspausenforschung.
Konkret werden folgende Methoden qualitativer Sozialforschung verwendet:
Fotogestützte Gruppengespräche mit Kindern, differenziert nach ihrem Alter (3- bis 4-Jährige, 5- bis 6-Jährige)
Teilnehmende Beobachtungen von Gremiensitzungen
Teilnehmende Beobachtungen mit Fokus auf die jüngsten Kinder (1- bis 2-Jährige)
Leitfadengestützte Gruppengespräche mit pädagogischen Fachkräften und Eltern
Dokumentenanalyse von Verfassungen, Protokollen etc.
Expert/innen-Interviews mit Leitungskräften
Walking Interviews mit Kindern
Insgesamt werden 6 Kindertageseinrichtungen beforscht. Jede der teilnehmenden Kitas erhält ausführliche Rückmeldungen in Form eines Teilberichts. Im Rahmen eines Abschlussberichts erfolgt die zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse aus diesen Teilberichten.
Mitarbeiter/innen
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dr. Elisabeth Richter und Teresa Lehmann
Publikationen
Richter, Elisabeth/Lehmann, Teresa (2016): Partizipation in der Kita zwischen deliberativer und Expertendemokratie. Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen“ (DeiKi). In: Raingard Knauer/Benedikt Sturzenhecker (Hrsg.): Demokratische Partizipation von Kindern. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.
Richter, Elisabeth/Richter, Helmut/Sturzenhecker, Benedikt/Lehmann, Teresa/Schwerthelm, Moritz (2016): Bildung zur Demokratie – Operationalisierung des Demokratiebegriffs für pädagogische Institutionen. In: Raingard Knauer/Benedikt Sturzenhecker (Hrsg.): Demokratische Partizipation von Kindern. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.
Richter, Elisabeth/ Lehmann, Teresa/ Sturzenhecker, Benedikt (2017): So machen Kitas Demokratiebildung. Empirische Erkenntnisse zur Umsetzung des Konzepts "Die Kinderstube der Demokratie". Beltz-Juventa.
Förderung
Das Projekt wird durch die Aktion Mensch und die Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein — Land für Kinder gefördert.


2012 - 2014 Förderung Gesellschaftlichen Engagements von benachteiligten/bildungsfernen Jugendlichen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Teilprojekt im Rahmen des Projekts“ jungbewegt“ der Bertelsmann Stiftung
Projektlaufzeit: Herbst 2012 – Frühjahr 2014
Projektleitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
MitarbeiterInnen: Heike Schlottau (ehemals Landesjugendpfarramt der Nordkirche), Ariane Hoppler (Learning & Development Consultant, Norfolk County Council), Moritz Schwerthelm
Kooperationspartner: Bertelsmann Stiftung sowie die Bundesländern Berlin, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
Finanzierung: Bertelsmann Stiftung
Ziele:
- GEBe sollte modellhaft mit Fachkräften aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zeigen, dass das Interesse benachteiligter Kinder und Jugendlicher an gesellschaftlichem Engagement durchaus geweckt und gefördert werden kann. Die Idee war: Macht keine großen Vorzeigeprojekte, die nur schon bekannte Formen gesellschaftlichen Engagements wiederholen und dann oft misslingen. Setzt besser ganz klein bei dem an, was die Kinder und Jugendlichen in ihrem Alltag ohnehin schon tun und thematisieren.
- GEBe setzt sich damit für eine Offene Kinder- und Jugendarbeit ein, deren Auftrag zur Demokratiebildung, zur Aneignung von gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement (vgl. § 11 SGB VIII) stärker realisiert und politisch deutlicher gefördert werden soll.
Kurzbeschreibung:
GEBe ist Teil des Projekts „jungbewegt – Dein Einsatz zählt“ der Bertelsmann Stiftung. „jungbewegt“ ist in den Arbeitsfeldern Kita, Schule und außerschulische Jugendbildung in Kooperation mit den Bundesländern Berlin, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt umgesetzt worden, wobei sich das Teilprojekt auf das Arbeitsfeld der außerschulischen Offenen Kinder- und Jugendarbeit konzentrierte. Nach einer ersten Pilotphase (März 2010 bis Dezember 2012) in vier Kommunen wurde eine Modellphase initiiert, in der angeregt werden sollte, die Arbeitsweisen zur Förderung gesellschaftlichen Engagements auszuweiten.
„GEBe – Gesellschaftliches Engagement Benachteiligter in der Offenen Kinder und Jugendarbeit fördern“ setzt in dieser Modellphase an und startete mit sieben Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit aus den Kommunen Mainz, Berlin, Magdeburg und Halberstadt. Sie wollten neue Arbeitsweisen und Methoden zur Förderung gesellschaftlichen Engagements entwickeln und erproben, die eben jene Jugendlichen erreichen, die im Alltag des Jugendhauses, aber auch allgemein, nur selten die Chance bekommen, etwas mitzubestimmen und mitzugestalten.
Über einen Zeitraum von 1,5 Jahren entwickelten und erprobten die beteiligten Fachkräfte pädagogische Handlungsansätze zur Förderung gesellschaftlichen Engagements. Sowohl die Fachkräfte und Beraterinnen/Berater als auch die Kinder und Jugendlichen haben dabei wichtige Erfahrungen zur Förderung gesellschaftlichen Engagements gesammelt. Gemeinsam haben sie Handlungsweisen entwickelt, die den Jugendlichen Mitbestimmung und Mitgestaltung ermöglichen, sie bei ihrer Selbstbildung unterstützen, indem sie Selbstwirksamkeit erfahren und Selbstbestimmung entwickeln, und so ihr gesellschaftliches Engagement gefördert wird.
Transferprodukte:
Zwei Handbücher mit konzeptionellen Grundlagen und methodischen Anregungen und Praxisbeispielen für Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit:
- Sturzenhecker, Benedikt (2015): Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern – Band 1. Konzeptionelle Grundlagen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Unter Mitarbeit von Moritz Schwerthelm. Gütersloh 2015.
- Sturzenhecker, Benedikt/Schwerthelm, Moritz (2015): Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern – Band 2. Methodische Anregungen und Praxisbeispiele für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Gütersloh.
Eine Evaluation des Projekts:
- Schwerthelm, M. (2015): Förderung gesellschaftlichen Engagements Benachteiligter in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit – Erfolge und Schwierigkeiten. Zur Evaluation des gleichnamigen Projekts der Bertelsmann Stiftung. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.). Gütersloh. Zum Download
Fortbildungen:
Ausbildung als Peer-BeraterIn zur Förderung gesellschaftlichen Engagements von benachteiligten Jugendlichen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Koppeartion mit der Bertelsmann-Stiftung und dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (3/2014- 12/2014)
Weiterqualifikation der PeerberaterInnen in Tagesseminaren in 2015 und 2016 (mit SFBB und Bertelsmann Stiftung)
Beratung:
Entwicklung des Konzepts zur Förderung Gesellschaftlichen Engagements im Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. (Berlin) zusammen mit der Bertelsmann Stiftung. Dabei geht es um die Eröffnung von demokratisch-gesellschaftlichen Engagement von Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aber auch darüber hinaus im Stadtteil und der Kommune.
2011 - 2013 Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts „Kooperative Steuerung im Ganztag“
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker in Kooperation mit Dr. Elisabeth Richter, Dipl. Päd. Martin Karolczak und Prof. Dr. Stephan Maykus (HS Osnabrück)
Finanzierung durch: Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) Hamburg
Das Projekt dokumentierte und reflektierte Ergebnisse, Problemstellungen und Leistungen der gemeinsamen Steuerung von Ganztagsbildung durch Kooperation von Jugendarbeit und Schule. In drei Pilotprojekten wurden Hindernisse und Gelingensbedingungen der kooperativen Steuerung herausgearbeitet. Daraus entstanden Handlungsorientierungen auch für andere Ganztagsschulen in Kooperation mit Jugendhilfe in Hamburg entwickeln.
Publikation:
- Sturzenhecker, Benedikt/Richter, Elisabeth/Karolczak, Martin: Kooperative Steuerung des Ganztags zwischen Jugendarbeit und Schule. Einige Ergebnisse eines Modellprojekts. In: deutsche jugend, Heft 7/8 2014, S. 297 – 304
2011 – 2013 Evaluation der Bildungsleitlinien für Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein
Projekt in Kooperation mit der Fachhochschule Kiel und dem Institut für Partizipation und Bildung e.V. Kiel
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg), Prof. Dr. Raingard Knauer (FH-Kiel), Prof. Dr. Rainer Dollase (Universität Bielefeld)
Finanzierung durch: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
Die Studie erforschte, ob und inwieweit Ziele und Arbeitsprinzipien der Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein Eingang in das Handeln der Fachkräfte gefunden haben. In Schleswig-Holstein wurde die Leitlinien zur Bildung in Kindertageseinrichtungen (im Folgenden abgekürzt als „BiLL“) 2004 eingeführt und 2008 überarbeitet. Die BiLL entwerfen eine anspruchsvolle fachliche Orientierung früher Bildung in Kindertageseinrichtungen. Sie treffen in Schleswig-Holstein auf eine große Anzahl von Einrichtungen (ca. 1600) und ein äußerst heterogenes Arbeitsfeld. Es ist gekennzeichnet von einer (subsidiären) Trägervielfalt, einer regionalen und sozialen Differenzierung der Zielgruppen, unterschiedlichsten kommunalen Rahmenbedingungen, verschiedenartigen Konzepten und Qualifikationsprofilen der pädagogischen Fachkräfte. Landesweite Bildungsleitlinien können und sollen keine Einheitspraxis herstellen, aber dennoch eine allgemeine Qualität früher Bildung gewährleisten helfen. Damit stellt sich die Frage, wie die Bildungsleitlinien in den Einrichtungen umgesetzt werden und ob und wie sie Eingang in handlungsleitende Orientierungen der Fachkräfte gefunden haben.
Das Projekt folgte einem zweiteiliges forschungsmethodischen Vorgehen: Im ersten Schritt wurden Leitungen, Fachkräfteteams, Eltern und Kooperationspartner in neun Kindertageseinrichtungen qualitativ untersucht. Aus den Ergebnissen dieser Datenerhebung wird im zweiten Schritt ein Fragebogen erstellt, mit dem 1600 Einrichtungen in Schleswig-Holstein befragt werden.
Publikationen:
- Sturzenhecker, Benedikt/Knauer, Raingard/Dollase, Rainer: Evaluation der Bildungsleitlinien Schleswig-Holstein – Endbericht (qualitative und quantitative Studie mit 231 Seiten). Kiel 2013. Zum Download
- Sturzenhecker, Benedikt/Knauer, Raingard/Dollase, Rainer: Alles Bildung ? Bildungsverständnis und sozialpädagogische Orientierungen von Fachkräften in Kindertageseinrichtungen – Ergebnisse der Evaluation der Bildungsleitlinien Schleswig-Holstein. In: neue praxis, Heft 5/2013, S. 470-480
- Sturzenhecker, Benedikt/Knauer, Raingard/Dollase, Rainer: In der Praxis angekommen? Evaluation der Bildungsleitlinien in Schleswig-Holstein. In: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik (TPS) 2/2014, S.42-45
2011 - 2012 Demokratie in der Heimerziehung
Modellprojekt des Landes Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH und der Uni Hamburg.
Leitung: Prof. Dr. Raingard Knauer (FH-Kiel), Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg)
Finanzierung durch: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein; Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein – Land für Kinder.
Das Projekt zielte darauf ab, regional in Schleswig-Holstein Einrichtungen der Heimerziehung modellhaft zu unterstützen, Partizipation zu realisieren. Vier Modelleinrichtungen wurden in ihrer Entwicklungsarbeit von Partizipation begleitet. Ziel war es, dass jede Einrichtung ihren eigenen Weg geht, Fachkräfte, Leitungen und Träger auf diesem Weg mitgenommen werden und möglichst eine strukturelle Verankerung von Partizipation erfolgt.
Publikationen:
- Sturzenhecker, Benedikt: Partizipationskultur in der Heimerziehung: verlässliche Beziehungen, mitverantwortliche Herstellung der Lebensverhältnisse und demokratische Öffentlichkeit. In: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.): „Demokratie in der Heimerziehung“ - Dokumentation eines Praxisprojektes in fünf Schleswig- Holsteinischen Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe. Kiel 2011, S. 69 - 80
- Knauer, Raingard/Hansen, Rüdiger/Sturzenhecker, Benedikt: „Demokratie in der Heimerziehung“ als Bestandteil der Demokratiekampagne des Landes Schleswig-Holstein – eine Einordnung. In: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.): „Demokratie in der Heimerziehung“ - Dokumentation eines Praxisprojektes in fünf Schleswig- Holsteinischen Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe. Kiel 2011, S. 11-15
Transfer: Demokratie in der Heimerziehung 2: Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Partizipation in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
2009 – 2010 Kinder gestalten aktiv ihre Lebensumwelt
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Finanzierung durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
In dem Projekt wurden Kinder in sieben Kindertagesstätten unterschiedlicher Träger in Nordrhein-Westfalen über Gruppenkonferenzen, Kinderparlamente und Kinderversammlungen an den Alltagsentscheidungen der Kindertageseinrichtungen aktiv teilhaben und sich so aneignen, was Anerkennung, Zugehörigkeit und das Recht auf Selbstbestimmung und Mitentscheidung bedeutet. Es ging darum zu zeigen, dass demokratische Partizipation in der Kita machbar ist.
Publikation:
- Hansen, Rüdiger; Knauer, Raingard; Sturzenhecker, Benedikt: Kinder gestalten aktiv ihre Lebensumwelt. Modellprojekt 2009 – 2010. Abschlussbericht, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg). Düsseldorf.
2009 - 2010 Evaluation demokratischer Partizipation in zwei Kindertageseinrichtungen in Lippe
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker. Prof. Dr. Raingard Knauer (FH Kiel)
Finanzierung durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Publikation:
- Sturzenhecker, Benedikt/Knauer, Raingard/Richter, Elisabeth/Rehmann, Yvonne: Partizipation in der Kita. Evaluation demokratischer Praxis mit Vorschulkindern. Abschlussbericht, Detmold/Hamburg 2010 (118 Seiten). Link
2009 – 2010 jungbewegt – Gesellschaftliches Engagement in Kindertageseinrichtungen
Teilprojekt des Projekts „jungbewegt“ im Rahmen des Programms „Zukunft der Zivilgesellschaft“ der Bertelsmann-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH, der Uni Hamburg und dem Institut für Partizipation und Bildung e.V. Kiel (IPB)
Leitung: Prof. Dr. Raingard Knauer (FH-Kiel), Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg), Rüdiger Hansen (IPB)
Finanzierung durch: Bertelsmann Stiftung
Ziel war die Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für die Förderung Gesellschaftlichen Engagements von Kindern in Kindertageseinrichtungen. Dazu wurden Arbeitsweisen entwickelt und mit Modelleinrichtungen erprobt und ausgewertet.
Publikation:
- Knauer, Raingard; Sturzenhecker, Benedikt; Hansen, Rüdiger: Mitentscheiden und Mithandeln in der Kita. Gesellschaftliches Engagement von Kindern fördern, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Gütersloh 2011
2008 – 2010 Evaluation von acht Maßnahmen des Handlungskonzepts der Hansestadt Hamburg „Handeln gegen Jugendgewalt“
Leitung: Prof. Dr. Helmut Richter, Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Wissenschaftliche Mitarbeit: Dipl. Päd. Janne Braband, Dipl. Pol. Klaus Buddeberg, Dipl. Soz. Julia Olschok, Dipl. Päd. Martin Karolczak
Finanzierung durch: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg
Seit November 2007 läuft das von der Behörde für Schule und Berufsbildung; der Behörde für Inneres; der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz; der Finanzbehörde und Justizbehörde gemeinsam erarbeitete Handlungskonzept „Handeln gegen Jugendgewalt“.
In diesem Evaluationsprojekt wurden acht Maßnahmen des Projektes ausgewertet: Meldeverfahren zur Durchsetzung der Schulpflicht, Checkliste und Handreichung für die Verordnung erzieherischer Maßnahmen in der Schule, Verbindliche Richtlinie zur Anzeigepflicht an Schulen, Verstärkung der Cop4U an Schulen, Optimierung und Ausweitung des Präventionsunterrichts an Schulen, Ausgleich mit Geschädigten (Aufstockung des Opferfonds), Gemeinsame Fallkonferenzen zur Vereinbarung/Umsetzung von erzieherischen Maßnahmen, Projekt täterorientierte Kriminalitätsbekämpfung (PROTÄKT)
Im Zentrum der Evaluation stand zum einen die Frage nach einer verbesserten Handlungsfähigkeit von Institutionen im Bereich Jugendgewalt und zum anderen die Frage nach der Akzeptanz der neuen Maßnahmen aus der Sicht der betroffenen Jugendlichen.
Die Evaluationsmethoden wurden an der Spezifik der Projekte orientiert. Angewendet wurden z.B. standardisierte Befragungen, Leitfadeninterviews, Gruppendiskussionen, teilnehmende Beobachtungen und Dokumentenanalyse.
Publikationen
- Richter, Helmut/Sturzenhecker, Benedikt (2010): Evaluation des Handlungskonzepts „Handeln gegen Jugendgewalt”. Abschlussbericht. 424 Seiten. Zum Download
- Sturzenhecker, Benedikt/Karolczak, Martin/Braband, Janne: Ergebnisse der Evaluation der „Gemeinsamen Fallkonferenzen“ im Rahmen des Hamburger Handlungskonzepts „Handeln gegen Jugendgewalt“. In: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ), 3/2011, S. 305-312
2008 - 2009 Evaluation von 18 Eltern-Kind-Zentren in Hamburg
Leitung: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Finanzierung durch: Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) Hamburg
Die Evaluation von 18 Eltern-Kind-Zentren beantwortete folgende Leitfragen:
- Wird die Zielgruppe durch die Eltern-Kind-Zentren erreicht?
- Ist die Arbeitsweise der EKiZ mit den Teilnehmenden zielführend?
Aufgabe war es darüber hinaus, als Gesamtergebnis eine generalisierende Bilanz des aktuellen Standes der Umsetzung des Konzepts der Eltern-Kind-Zentren zu ziehen.
Die Reflexion der Arbeit der Zentren hatte den Charakter einer formativen Evaluation Unterschiedliche Methoden wurden verwendet:
- Leitfadengestützte Gruppeninterviews wurden mit den Kita- und EKiZ-Leitungen sowie mit Angebotspartnern
- Teilnehmende Beobachtung der alltäglichen Praxis der Eltern-Kind-Zentren mit ihrem offenen Angebot (Eltern-Kind-Café/Club). Dabei fanden auch evaluative Gespräche mit einzelnen NutzerInnen statt
- Selbstbericht der Einrichtungen
- Auswertung des Berichtswesens auf der Basis einrichtungsbezogener Prozessdaten aus dem internen Controlling vorgenommen.
Publikationen:
- Sturzenhecker, Benedikt: Eltern-Kind-Zentren in Hamburg. Evaluation von 18 Eltern-Kind-Zentren in Hamburg – Abschlussbericht. Herausgeber: Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Hamburg 2009. Link
- Sturzenhecker, Benedikt: Mehr Partizipation wagen – Ideen zur Weiterentwicklung der Eltern-Kind-Zentren. In: Forum für Kinder und Jugendarbeit, 1. Quartal, März 2014, Hamburg 2014, S. 40-43
- Sturzenhecker, Benedikt: Wie gelingt die Erweiterung der Kita-Arbeit auf Elternbildung mit sozial benachteiligten Familien? Das Beispiel Hamburger Eltern-Kind-Zentren In: Kita Aktuell. Heft 1/2010
- Sturzenhecker, Benedikt/Richter, Elisabeth: Wie gelingt Elternbildung mit sozial benachteiligten Familien? Ergebnisse einer Evaluation von Eltern-Kind-Zentren in Hamburg, In: neue praxis, 39. Jg., Heft 4/2009, S. 415-426.
2007-2008 Jugendverbandsarbeit auf dem Lande. Perspektiven für Mitgliedschaft und Verein am Beispiel Schleswig-Holstein
Leitung: Prof. Dr. Helmut Richter
Finanzierung durch: Landjugendverband Schleswig-Holstein
Publikationen:
- Helmut Richter/Klaus Buddeberg/Elisabeth Richter/Wibke Riekmann (2008): Jugendverbandsarbeit auf dem Lande. Perspektiven für Mitgliedschaft und Verein am Beispiel Schleswig-Holstein. Kurzfassung. Kiel: Schreiberdruck 2008.
- Helmut Richter/Klaus Buddeberg/Elisabeth Richter/Wibke Riekmann (2008): Jugendverbandsarbeit auf dem Lande. Perspektiven für Mitgliedschaft und Verein am Beispiel Schleswig-Holstein. Langfassung. Kiel: 2008.