Walking the line: Soziale Arbeit und Militarisierung in Zeiten politischer Spannungen
Wann: Di, 13.01.2026, 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr
Wo: Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg, Raum 05
Dienstag, den 13. Januar 2026:
Walking the line: Soziale Arbeit und Militarisierung in Zeiten politischer Spannungen
Der Vortrag beleuchtet, wie die gegenwärtige sicherheitspolitische Verschiebung hin zu Militarisierung und „Wehrhaftigkeit“ gesellschaftliche Debatten, professionelle Leitbilder und Handlungsspielräume für die Soziale Arbeit verändert – eine Profession, die traditionell auf Prävention, soziale Gerechtigkeit und friedliche Konfliktbearbeitung ausgerichtet ist. Er hinterfragt, inwiefern Konzepte positiven Friedens in internationalen und lokalen Kontexten durch Sicherheits- und Stabilitätslogiken ersetzt werden. Abschließend wird diskutiert, welche Rolle Soziale Arbeit unter Bedingungen wachsender politischer Spannungen für zivile Konfliktbearbeitung und soziale Kohäsion übernehmen kann.
Referentin: Catharina Nickel
Näheres zum Kolloquium
Krisen und Konflikte – historische und aktuelle Perspektiven der Sozialpädagogik
Krisen und Konflikte prägen gesellschaftliche Entwicklungen ebenso wie individuelle Lebensverläufe und nicht zuletzt die Sozialpädagogik und ihre Organisationen selbst. In der Sozialpädagogik und in der gesamten Sozialen Arbeit stellen Krisen und Konflikte zentrale Bezugspunkte professionellen Handelns dar: ob in der Begleitung von Menschen in biografischen Übergängen, in der Auseinandersetzung mit sozialen Ungleichheiten oder in der Reaktion auf globale Herausforderungen wie Wohnungsnot, Klimakrise und Militarisierung.
Das Kolloquium im Wintersemester 2025/26 widmet sich mit Bezug zu ausgewählten Krisen und Konflikten der Frage, wie Soziale Arbeit im Laufe ihrer Geschichte mit Krisensituationen umgegangen ist und welche aktuellen Konfliktlagen möglicherweise neue professionelle Antworten erfordern. In den Vorträgen und Diskussionen sollen historische Linien sichtbar gemacht, theoretische Zugänge reflektiert und gegenwärtige Handlungsansätze beleuchtet werden.
Studierende, Lehrende sowie Interessierte der Universität Hamburg sind herzlich eingeladen, sich einzubringen, mitzudiskutieren und neue Perspektiven für Forschung, Praxis und Studium zu gewinnen.