Die Krise der Kinder- und Jugendhilfe im Kontext wachsender gesellschaftlicher Konflikte
Wann: Mo, 26.01.2026, 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr
Wo: Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg, Raum 05
Montag, den 26. Januar 2026:
Die Krise der Kinder- und Jugendhilfe im Kontext wachsender gesellschaftlicher Konflikte
Nikolaus Meyer und Elke Alsago stellen empirische Befunde einer aktuellen Studie vor. Sie verdeutlichen Zusammenhänge zwischen institutionellen, sozialen und politischen Krisen. Insbesondere die Corona-Pandemie, ökonomische und soziale Krisen sowie gesellschaftliche Spannungen wirken sich auch auf die Kinder- und Jugendhilfe aus und vice versa. Die Krise der Kinder- und Jugendhilfe ist so als Resonanzraum gesamtgesellschaftlicher Krisen zu verstehen. In der Veranstaltung werden die Autor*innen der Studie diese Zusammenhänge empirisch wie theoretisch beschreiben und wir wollen gemeinsam mit ihnen diskutieren, inwieweit in diesen Krisen und Konflikten auch historische Kontinuitäten sichtbar sind und wie ein aktueller Umgang der Sozialpädagogik damit aussehen könnte.
Referent*in: Nikolaus Meyer & Elke Alsago
Näheres zum Kolloquium
Krisen und Konflikte – historische und aktuelle Perspektiven der Sozialpädagogik
Krisen und Konflikte prägen gesellschaftliche Entwicklungen ebenso wie individuelle Lebensverläufe und nicht zuletzt die Sozialpädagogik und ihre Organisationen selbst. In der Sozialpädagogik und in der gesamten Sozialen Arbeit stellen Krisen und Konflikte zentrale Bezugspunkte professionellen Handelns dar: ob in der Begleitung von Menschen in biografischen Übergängen, in der Auseinandersetzung mit sozialen Ungleichheiten oder in der Reaktion auf globale Herausforderungen wie Wohnungsnot, Klimakrise und Militarisierung.
Das Kolloquium im Wintersemester 2025/26 widmet sich mit Bezug zu ausgewählten Krisen und Konflikten der Frage, wie Soziale Arbeit im Laufe ihrer Geschichte mit Krisensituationen umgegangen ist und welche aktuellen Konfliktlagen möglicherweise neue professionelle Antworten erfordern. In den Vorträgen und Diskussionen sollen historische Linien sichtbar gemacht, theoretische Zugänge reflektiert und gegenwärtige Handlungsansätze beleuchtet werden.
Studierende, Lehrende sowie Interessierte der Universität Hamburg sind herzlich eingeladen, sich einzubringen, mitzudiskutieren und neue Perspektiven für Forschung, Praxis und Studium zu gewinnen.