Gelungener Austausch: Nachbericht zur Tagung „Neue Herausforderungen – neue Formate?!“
10. Dezember 2025, von Antonia Hofmann

Foto: UHH/Hofmann
Wie können Kooperationen zwischen Forschung, Schulpraxis und Landesinstitut in Fortbildungskontexten gelingen? Darüber diskutierten Vertreter:innen des Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI) und der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Uni Hamburg am 25. November 2025 im Rahmen der Tagung „Neue Herausforderungen – neue Formate?!“.
Das Landesinstitut und die Fakultät für Erziehungswissenschaft verbindet das gemeinsame Ziel, Aus- und Weiterbildung qualitativ hochwertig dialogisch zu gestalten. Mit dieser Motivation luden ein Team aus Professor:innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen der Fakultät für Erziehungswissenschaft sowie Mitarbeitenden des Landesinstituts mit Unterstützung des Transferbüros TEWi der Fakultät für Erziehungswissenschaft zu der Tagung ein.
Mehr als 60 Gäste aus beiden Institutionen kamen in den Räumen des LI zusammen, um über gelingende Kooperationen und Potenziale der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Landesinstitut zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Aus- und Fortbildungen für Lehrkräfte, die angesichts komplexer gesellschaftlich-technologischer Herausforderungen immer wichtiger werden. Dabei spielen Augenhöhe und Ko-Konstruktion eine große Rolle, um wirksame und innovative Angebote für Schulen zu entwickeln.
Doch wie sieht Ko-Konstruktion, also die Vermittlung und gemeinsame Erarbeitung von Wissen durch Zusammenarbeit, in der Praxis aus? Wie kommen Wissenschaft und Praxiserfahrungen auf einen Nenner? Und wie können Kooperationen zwischen Landesinstitut und Universität so gelingen, dass wirksame Angebote für Schulen und Lehrkräfte entstehen?
Nach Grußworten von Dr. Heiko Müller, dem stellvertretenden Direktor des LI Hamburg, und dem Prodekan für Lehre und Prüfungswesen an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Prof. Dr. Nils Buchholz, folgte ein Impuls der Organisator:innen, der die Herausforderungen und wechselseitigen Erwartungen von Landesinstitut und Universität skizzierte. Kern der Veranstaltung waren Impulse, in denen Mitarbeitende des LI und der Universität Fortbildungsprojekte vorstellten und mit Blick auf Synergien und offene Fragen der Zusammenarbeit diskutierten. Von Schulneugründungen, Barrieren in Unterrichtsprozessen, bis zu Mehrsprachigkeit und KI: Die Vielfalt der diskutierten Inhalte spielgelte die Breite aktueller Herausforderungen des Bildungssystems sowie möglicher Überschneidungspunkte für Kooperationen wider.
Das Fazit der Tagung: Die Motivation zur Zusammenarbeit ist groß und es gibt bereits eine Vielzahl an Beispielen, in denen Kooperationen zwischen Forschung, Bildungspraxis und Landesinstituten gut funktioniert. Doch auch Herausforderungen wurden deutlich: Zeitmangel, verschiedene Strukturlogiken und Erwartungen bilden Herausforderungen für die Gestaltung ko-konstruktiver Prozesse. In einem waren sich alle Beteiligten einig: Es braucht mehr Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Und so war die Tagung ein gelungener Auftakt mit Blick auf eine Fortsetzung, bei der noch mehr Raum für den persönlichen Dialog geschaffen werden soll.





